Anreize zur Kapitalisierung von Kapitalgesellschaften

Mit dem Dekret „Rilancio Italia“ wurde eine Fördermaßnahme für die Erhöhung des Gesellschaftskapitals für Kapitalgesellschaften vorgesehen, die aufgrund der Coronakrise einen Umsatzrückgang erlitten haben. 

Die Gesellschaft muss im Jahr 2019 einen Umsatz zwischen 5 und 50 Mio. Euro erwirtschaftet haben und im Zeitraum 1. März 2020 – 30. April 2020 einen Umsatzrückgang von mind. 33% im Vergleich zum Vorjahr, vorweisen. Innerhalb 31. Dezember 2020 muss das Gesellschaftskapital erhöht und auch einbezahlt werden.

Für diese Kapitalerhöhungen steht den Gesellschaftern, die die Einlagen tätigen, ein Steuerguthaben in Höhe von 20% zu. Das Dekret sieht eine Höchstgrenze von 2 Mio. Euro für die Einlagen vor. Zudem muss die Beteiligung bis mindestens 31. Dezember 2023 gehalten werden und die Ausschüttung von Rücklagen ist in diesem Zeitraum ebenfalls untersagt.

Das Steuerguthaben kann in der Steuererklärung oder zur Verrechnung mit Steuerzahlungen im Modell F24 verwendet werden. Auch der Gesellschaft selbst steht ein Steuerguthaben zu, falls zum einen eine Erhöhung des Gesellschaftskapitals vorgenommen und zum anderen im Jahr 2020 ein Verlust erzielt wurde.

Das Steuerguthaben wird auf Grundlage einer recht umfangreichen Berechnung ermittelt. Die Bestimmung muss noch von der Europäischen Kommission genehmigt werden. Auch die Durchführungsbestimmungen müssen noch erlassen werden.
Dr. Gert Gasser
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Gert Gasser

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