Beiträge für betriebliche Investitionen zur Entwicklung der Elektromobilität

Das Land Südtirol führt Beiträge für Unternehmen zur Entwicklung der Elektromobilität ein. Anspruch auf die Beiträge haben Betriebe der Bereiche Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen und Tourismus sowie Freiberufler und Selbständige.

Von diesen Förderungen sind die Tätigkeiten in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Urlaub auf dem Bauernhof, Fischerei, Spiel-, Wett- und Lotteriewesen ausgeschlossen.
Folgende Investitionen sind beihilfefähig, sofern diese im Rahmen der in Südtirol ausgeübten betrieblichen Tätigkeit durchgeführt werden und sich direkt auf diese auswirken:
  • Der Ankauf oder die Miete folgender Fahrzeuge zur Personenbeförderung der Klasse M1 sowie zur Güterbeförderung der Klassen N1 und N2:
    • reine Batterieelektrofahrzeuge BEV, H2-Brennstoffzellenfahrzeuge FCEV und Batterieelektrofahrzeuge mit Range Extender (BEV mit REX) mit einer Batteriekapazität von mindestens 15 kWh; diese letzten Fahrzeuge dürfen nicht mehr als 70 g CO2-Emissionen pro km erzeugen;
    • "Plug-in-Hybridfahrzeuge" PHEV; diese dürfen nicht mehr als 70 g CO2-Emissionen pro km erzeugen.
  • Der Ankauf oder die Miete von zwei-, drei- und vierrädrigen Elektrofahrzeugen der Klassen L1e-B, L2e, L3e, L5e und L6e oder von schweren vierrädrigen Elektrofahrzeugen der Klasse L7e.
  • Der Ankauf von Lastenfahrrädern mit oder ohne elektrischem Hilfsmotor (L1e-A), mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mindestens 150 kg und ausschließlich für den Transport von Material und Waren konzipiert.
  • Der Ankauf und die Installation von Heimladestationen für Elektrofahrzeuge oder der Abschluss von Kaufverträgen mit Eigentumsvorbehalt. Diese Verträge haben eine Dauer von höchsten neun Jahren.
Die obgenannten Investitionen müssen „fabrikneu" sein. Nicht beihilfefähig sind Investitionen, die Objekt einer Handelstätigkeit oder für die Vermietung bestimmt sind.

Ausmaß des Beitrages:
  • 2.000 Euro für den Ankauf oder die Miete von reinen Batterieelektrofahrzeugen, H2-Brennstoffzellenfahrzeugen und Batterieelektrofahrzeugen mit Range Extender;
  • 1.000 Euro für den Ankauf von „Plug-in-Hybridfahrzeugen“.
Bei Erwerb des Eigentums an obgenannten Fahrzeugen wird der vorgesehene Beitrag unter der Bedingung gewährt, dass der Händler mindestens einen gleich hohen Preisnachlass gewährt.
Der Beitrag wird verdoppelt, falls die Fahrzeuge von „Fahrschulen“ oder Unternehmen mit Tätigkeit „Beförderung in Taxis“ angekauft werden.
  • 30 Prozent der zugelassenen Ausgabe bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 Euro für den Ankauf von zwei-, drei- und vierrädrigen Elektrofahrzeugen;
  • 30 Prozent der zugelassenen Ausgabe bis zu einem Höchstbetrag von 1.500 Euro für den Ankauf von Lastenfahrrädern;
  • 70 Prozent der zugelassenen Ausgabe bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 Euro für den Ankauf und die Installation von Heimladestationen für Elektrofahrzeuge oder den Abschluss von Kaufverträgen mit Eigentumsvorbehalt.


Der Antrag muss vor Durchführung der zu fördernden Investition eingereicht werden.
Dr. Simon Perathoner
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Simon Perathoner

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