Neues Bargeldlimit ab 1. Juli

Ab 1. Juli 2020 gilt ein Bargeldlimit von 1.999,99 Euro. Höhere Beträge können nur mittels Zahlungsmodalitäten, die eine Nachverfolgbarkeit ermöglichen (z.B. Banküberweisung, Bankomat- oder Kreditkartenzahlung, nicht übertragbarer Scheck), übertragen werden. Verstöße gegen das neue Limit werden mit einer Verwaltungsstrafe in Höhe von mind. 2.000 Euro geahndet.
 
Das Bargeldlimit für den Verkauf von Waren im Detailhandel an Ausländer und die Erbringung von Dienstleistungen im Tourismus an Ausländer in Höhe von 15.000 Euro bleibt davon unberührt.

Wir erinnern daran, dass dabei jedoch eine eigene, recht aufwändige Prozedur zu beachten ist:
 
  1. Präventive telematische Mitteilung an die Agentur der Einnahmen, dass das Unternehmen Operationen mit Ausländern mit Anwendung der höheren Bargeldgrenzen machen möchte, wobei auch das Konto gemeldet werden muss, auf dem das Geld eingezahlt werden wird;
  2. Besorgung einer Kopie des Passes und einer Eigenerklärung über die Staatszugehörigkeit und die Residenz des entsprechenden Kunden;
  3. Einzahlung des erhaltenen Geldes innerhalb des ersten darauffolgenden Werktages auf das gemeldete Konto des Unternehmens, wobei der Bank eine Kopie der Meldebestätigung (Punkt 1) ausgehändigt werden muss;
  4. Abfassung einer jährlichen telematischen Meldung an die Agentur der Einnahmen mit den durchgeführten Operationen.
 
Die Frist für die telematische Mitteilung der entsprechenden Operationen des Jahres 2019 wurde auf 30.06.2020 verlängert.
Dr. Simon Perathoner
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Simon Perathoner

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