Elektronische Rechnungen – Ende der Übergangsregelung

Wir erinnern daran, dass mit 30. Juni die „Schonfrist“ beim Versand der elektronischen Rechnungen endet: ab 1. Juli 2019 gelten folgende Fristen:
 
  • Sofortrechnung 
    • Sofortrechnungen sind jene Rechnungen, die für Operationen ausgestellt werden, für welche kein Lieferschein im Moment der Umsatzerbringung ausgestellt worden ist. Die Sofortrechnungen müssen innerhalb von 12 Tagen ab Umsatzerbringung an den SDI versendet werden. Bei der Ausstellung der Rechnung ist im Feld „Rechnungsdatum – data fattura“ das Datum der Umsatzerbringung und nicht das Datum, an welchem die Rechnung erstellt wird, anzuführen:
      • bei einer Warenlieferung das Datum der Übergabe der Ware oder – falls früher – das Datum der Zahlung; 
      • bei einer Dienstleistung das Datum der Zahlung;
    • Es ist immer möglich, eine Rechnung vor dieser Fälligkeit auszustellen.
    • Die jeweilige Rechnung muss dann jedenfalls innerhalb von 12 Tagen an den SDI versendet werden und gilt erst mit dem Versand als ausgestellt.
 
  • Sammelrechnungen 
    • wenn innerhalb desselben Monats eine oder mehrere Warenlieferungen an denselben Kunden erfolgen und die Warenlieferungen jeweils durch einen Lieferschein belegt sind, kann eine Sammelrechnung pro Monat für alle Warenlieferungen ausgestellt werden, wobei als Rechnungsdatum das Datum des letzten Lieferscheins anzugeben ist. Auf der Sammelrechnung sind die einzelnen Lieferscheine aufzulisten.
    • Auch für Dienstleistungen, welche mehrmals im Monat erbracht werden (z.B. Verpflegung in einem Gasthaus für die Arbeiter einer Firma) und durch einen Beleg (Kassazettel oder Quittung - ricevuta non pagata) im Moment der Ausführung belegt werden, kann eine Sammelrechnung pro Monat ausgestellt werden, wobei als Rechnungsdatum das Datum des letzten Kassazettels/Quittung anzugeben ist. Auf der Sammelrechnung sind die einzelnen Kassazettel/Quittungen aufzulisten.
 
Die Sammelrechnungen müssen innerhalb des 15. Tag des Folgemonats ausgestellt (also an den SDI gesendet) werden, wobei laut einem Rundschreiben der Agentur der Einnahmen als Rechnungsdatum das Datum des letzten Lieferscheines bzw. der letzten Quittung anzugeben ist.

Werden z.B. im Monat Juli 2019 3 Lieferscheine mit Datum 4.7, 16.7 und 28.7 ausgestellt, so kann die Sammelrechnung mit Angabe der Lieferscheine innerhalb 15.8 ausgestellt und an das SDI gesendet werden; auf der Rechnung wird das Datum 28.7 angegeben.

Laut einem Positionspapier der Vereinigung der Softwareproduzenten hingegen ist es auch möglich, auf der Sammelrechnung ein Datum anzugeben, welches nach dem Datum des letzten Lieferscheines liegt, aber immer spätestens zum Tag der Versendung der Rechnung an den SDI.  
 
Das Datum, an welchem die Rechnung erstellt wird, muss nicht angeben werden, dies ergibt sich aus dem Datum, am welchem die Rechnung an das SDI gesendet wird.
 
Werden Rechnungen in Papierform ausgestellt (z.B. an Kunden aus dem Ausland), so ist es ab jetzt notwendig, beiden Daten anzugeben, einmal das Datum der Operation (Umsatzerbringung) und einmal das Datum am welchem die Rechnung ausgestellt wird.
Dr. Simon Perathoner
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Simon Perathoner

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