Neuerungen Pauschalsystem Forfettario

Mit dem Haushaltsgesetz 2023 wurden die Zugangsvoraussetzungen zum sogenannten „regime forfettario“ abgeändert. Um das Pauschalsystem ab 2023 anwenden zu können oder im Pauschalsystem zu bleiben, darf man im Vorjahr Umsätze von maximal 85.000 Euro erzielt haben. Bis 2022 galt bekanntlich noch das Limit in Höhe von 65.000 Euro.

Neben der Erhöhung des Umsatzlimits gibt es noch eine weitere Neuerung. Wer das Pauschalsystem „Forfettario“ anwendet und während des Steuerjahres einen Umsatz von 100.000 Euro überschreitet, fällt mit sofortiger Wirkung aus diesem System. Bereits unter dem Jahr muss in die normale Buchhaltung gewechselt werden, mit allen damit verbundenen Steuer- und Buchhaltungspflichten.

Bekanntlich sind seit 1.7.2022 auch die Steuersubjekte die das Pauschalsystem „Forfettario“ anwenden zur elektronischen Rechnungsstellung verpflichtet, mit Ausnahme jener Subjekte, die im Vorjahr Umsätze von weniger als 25.000 Euro erzielt haben.

Die Agentur der Einnahmen hat am 22.12.2022 klargestellt, dass das genannte Limit in Höhe von 25.000 Euro lediglich im Steuerjahr 2021 nicht überschritten worden sein darf, um im Jahr 2023 die Rechnungen noch in Papierform ausstellen zu können. Alle Subjekte die im Jahr 2022 also Umsätze von über 25.000 Euro erzielt haben, im Jahr 2021 jedoch unter 25.000 Euro, müssen erst ab dem 1.1.2024 die Rechnungen in elektronischer Form ausstellen.

Es besteht natürlich immer die Möglichkeit die Rechnungen freiwillig elektronisch über das digitale Austauschsystem (Sistema di Interscambio) der Agentur der Einnahmen zu versenden.

 
Dr. Gert Gasser
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Gert Gasser

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